Der Mangel an Hochqualifizierten Fachkräften wird zur Wachstumsbremse.
In einer Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) ist hervorgegangen das die Nachfrage an Hochqualifizierten Fachkräften, die im Innovationswettbewerb eine Schlüsselrolle spielen, enorm gestiegen ist, aber der Bedarf nicht gedeckt wird. Hingegen werden Geringe Qualifikationen die in Deutschland mehrfach vorhanden sind, immer seltener nachgefragt.
Leider gibt diese Studie genau das wieder was viele Denken. Im gesamten europäischen Vergleich zeigt sich deutlich, dass die Qualifikationsintensivierung in vielen anderen Ländern im laufe der letzten Jahre sehr viel voran geschrittener ist als in Deutschland. Während Deutschland bis ende 2006 noch zu den Spitzengruppen gehörte, hat es seit 2007 den Anschluss verloren. Dieser Rückstand weißt die ersten Anzeichen dafür auf, dass der Mangel an Fachkräften und Hochqualifizierten, besonders an Naturwissenschaftler/inne/n und Ingenieur/inn/en, bereits jetzt gravierende, Wachstum und Innovation hemmende Ausmaße erreicht haben.
Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie zum deutschen Innovationssystem, die in der Reihe HIS:Forum Hochschule erschienen ist. Die Studie entstand unter Mitwirkung von Expertinnen und Experten der HIS Hochschul-Informations-System GmbH, des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) sowie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Finanziell gefördert wurde sie durch das BMBF. Gemeinsam mit den Studien anderer wissenschaftlicher Einrichtungen diente die Untersuchung als Grundlage für das zweite Gutachten der EFI zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands, das am 4. März 2009 Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden ist. Vergleichbar dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leistet es wissenschaftlich fundierte Politikberatung für die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung.
Die indikatorbasierte Studie mit dem Titel „Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“ untersucht in zeitlich und international vergleichender Perspektive die relevanten Entwicklungen im Bildungs- und Ausbildungssystem. Im Zentrum steht dabei die Analyse des Bildungsstands der Bevölkerung – insbesondere der nachwachsenden Generationen – sowie der entsprechenden wirtschaftlich und gesellschaftlich nachgefragten Qualifikationen. Dabei richtet die Studie ihr Augenmerk insbesondere auf die Strukturen und Entwicklungen in der beruflichen und hochschulischen Bildung sowie die wesentlichen Entwicklungslinien in der Weiterbildung.
Die gesamte Publikation steht als PDF-Download kostenlos zur Verfügung. Eine Printversion von „Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“ können Interessenten gegen eine Schutzgebühr von 20 € direkt bei HIS bestellen.
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