Erfurt, 13.07.2009, Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) weist darauf hin, dass das gemeinsame Lernen an den Regelschulen im Freistaat längst Realität ist: "Thüringen ist Bildungsland auf höchstem Niveau. Das zeigen die Erfolge bei PISA oder dem Bildungsmonitor ganz deutlich. Diese Studien haben auch festgestellt, dass in Thüringen soziale Herkunft und Bildungserfolg weitgehend entkoppelt sind. Das heißt: Die soziale Herkunft hat einen geringen Einfluss auf die erzielten Leistungen. Damit das so bleibt, setzen wir auch weiterhin auf unser gegeliedertes und erfolgreiches Schulsystem. Die von Die Linke und SPD propagierte Einheitsschule hingegen bedeutet die Abschaffung des Gymnasiums und dass Bildung künftig vom Geldbeutel abhängig sein wird. Das wollen weder Schüler, Eltern noch die CDU-Landesregierung. Wir bieten für jeden Schüler die richtige Schule. Kontinuität und Verlässlichkeit sind für den Bildungserfolg unserer Kinder immens wichtig. Daher wird es mit uns keine Experimente geben, die unter Rot-Rot in Berlin gescheitert sind."
Montag, 13. Juli 2009
Einheitsschule bedeutet Abschaffung des Gymnasiums
Samstag, 11. Juli 2009
Schavan und zu Guttenberg: "Klares Signal für berufliche Bildung"
Neue Förderrichtlinie verbessert Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten
Am Freitag tritt nun eine "Gemeinsame Richtlinie für die Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) und ihrer Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren der beiden Bundesministerien in Kraft. Die Richtlinie sorgt für mehr Rechtssicherheit und Transparenz für die Antragsteller. Sie bietet den ÜBS mehr Flexibilität in der Förderung und erweitert deren Handlungsspielräume.
Mit der neuen Richtlinie setzt die Bundesregierung ein klares, zukunftsweisendes Zeichen für Investitionen in und für die berufliche Bildung. Gerade in schwierigen konjunkturellen Zeiten ist es besonders wichtig, in Aus- und Weiterbildung zu investieren und die Weichen für Wachstum und Fortschritt langfristig richtig zu stellen, sagten Bundesbildungsministerin Annette Schavan und Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Deshalb halten die Bildungseinrichtungen - davon bundesweit allein rund 550 nur im Handwerk - ein breites Spektrum an Lehr- und Lernangeboten bereit. Dieses reicht von der klassischen Unterstützung der Lehrlingsausbildung bis hin zum Bachelor-Abschluss in Zusammenarbeit mit Fachhochschulen. Darüber hinaus wird auch die Übernahme weiterer Aufgaben im Bereich der beruflichen Bildung, wie zum Beispiel von Berufsorientierungsmaßnahmen, die bereits seit 2008 sehr erfolgreich angeboten werden, rechtlich erleichtert.
Damit dieses bundesweite Netz an Aus- und Weiterbildungsstätten auf hohem Niveau gehalten werden kann, ist eine gute Infrastruktur sowie technische Ausstattung auf dem neuesten Stand erforderlich. Auf der Grundlage der gemeinsamen Richtlinien können deshalb die Berufsbildungsstätten Zuschüsse für solche Investitionen erhalten. Ein Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf Modernisierungen. Für das Jahr 2009 sind hierfür allein von Seiten des Bundes über 70 Millionen Euro vorgesehen.
Fortgesetzt und auf einen längeren Zeitraum ausgeweitet wird auch die 2001 aufgelegte Förderung besonders innovativer ÜBS bei der Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren, die Qualifizierungsmaßnahmen für neueste technologische Anforderungen entwickeln und diese anderen Bildungsanbietern zur Verfügung stellen. Um diese wichtige Mittlerfunktion zu stärken, wurde die Förderung innovativer Qualifizierungskonzepte der Kompetenzzentren durch das BMBF zudem ausgeweitet.
Die wichtigsten materiellen Verbesserungen der Richtlinien sind dabei:
- Das Aufgabenspektrum der ÜBS wird erheblich ausgeweitet und eine flexiblere Finanzierung ermöglicht.
- Der Förderzeitraum für Kompetenzzentren wurde einheitlich auf vier Jahre angehoben.
- Das Bundesbildungsministerium weitet seine Förderung von Leitprojekten geeigneter Kompetenzzentren von zwei Jahren auf drei Jahre aus. In besonders begründeten Einzelfällen kann für die Anpassung der beruflichen Qualifikation an den technologischen Fortschritt ein weiteres zweijähriges Folgeprojekt gefördert werden.
- Der Leistungsumfang wird erheblich erweitert, da das Bundeswirtschaftsministerium nun auch Weiterbildungsstrukturen für die Industrie und den sonstigen Dienstleistungsbereich in den alten Bundesländern fördert.
Kommilitone CarLo
Kempten, 10.07.2009, Marcel Gottschalk, Nicco Möckel und Stefan Kersten haben es geschafft. Gemeinsam mit 32 weiteren Absolventen machten sie im Juni 2009 an der staatlichen Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha ihren Abschluss und dürfen sich „staatlich geprüfte Logistiker“ nennen. Damit haben sie sich für eine Laufbahn im mittleren Management von Speditionen, Logistikdienstleistern oder Logistikabteilungen der Industrie qualifiziert. Ihre zahlreichen Vorgänger arbeiten zum Beispiel bei Fiege, Hermes Logistik, Ikea oder dem Flughafen Frankfurt.
„In der Regel finden alle unsere Absolventen schnell eine attraktive Stelle, die ihrer Ausbildung entspricht“, berichtet Fachrichtungsleiter Ulrich Schütte. Die Arbeitgeber würden vor allem den hohen Praxisbezug des zweijährigen Studiums schätzen, der sich an den aktuellen Entwicklungen der Branche orientiert. Deshalb achten Schütte und Schulleiter Wilfried Höhne auf eine moderne Ausstattung der verschiedenen Ausbildungs-Labors und halten sich durch enge Kontakte zur Wirtschaft, den Besuch von Fachmessen und die Lektüre von Fachmedien auf dem Laufenden.
Erfahrung erforderlich
Mit der Software und den anderen Hilfsmitteln bewältigen die Studenten im Laufe der Ausbildung anspruchsvolle Logistikprojekte. Dazu zählen bundesweite Analysen von Verkehrsströmen genauso wie die Tourenoptimierung für den Vertrieb von Presserzeugnissen oder die Reorganisationen eines Rohstofflagers. In der Regel fließen die Arbeitsergebnisse direkt in den Praxisalltag der Auftraggeber ein. Wer in Gotha studieren will, muss deshalb eine abgeschlossene Ausbildung und eine mindestens einjährige einschlägige Berufserfahrung mitbringen.
Einfache Tourenplanung
Gut in Erinnerung ist ihm ein Projekt, bei dem mehrere Arbeitsgruppen für den Nah- und Fernverkehr optimierte Touren erarbeiten mussten. Dabei durfte nur eine Gruppe mit CarLo arbeiten, während sich die Kollegen auf Kartenmaterial stützen mussten „Je kleiner der geografische Bereich, desto größer waren die Abweichungen zwischen den Ereignissen und CarLo konnte seine Stärken ausspielen“, erinnert sich Gottschalk.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Hochschule Ingolstadt und Partner informieren über MBA-Studiengänge
Hochschule Ingolstadt und Partner informieren über MBA-Studiengänge
Infoveranstaltung am 17.07.2009, 19 Uhr im Studienzentrum Neuburg, Amalienstr. 33, 86633 Neuburg/Donau Ingolstadt, 08.07.2009, Aufgrund der großen Nachfrage nach berufsbegleitenden MBA-Studiengängen findet am 17. Juli 2009 um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung für Interessenten der MBA-Studiengänge statt. Dabei informieren Hochschule und Kooperationspartner über die drei Studiengänge Gesundheits-Management, IT-Management und Personal- und Organisationsentwicklung. Die Veranstaltung findet statt im Studienzentrum Neuburg, Amalienstr. 33, 86633 Neuburg/Donau. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten unter Telefon 0841/9348-140 oder weiterbildung@fh-ingolstadt.de.
Gesundheits-Management
Seit Oktober 2008 bietet die Hochschule Ingolstadt das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium "Gesundheits-Management" mit MBA-Abschluss an. Dieses richtet sich primär an Ärzte in Kliniken. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, den steigenden ökonomischen Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht zu werden. Der MBA ist einerseits eine zielführende Vorbereitung auf Managementaufgaben in Kliniken, andererseits ermöglicht er eine systematische Kombination von medizinischen und betriebswirtschaftlichen Themen. Darüber hinaus schafft dieses Studium für Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit. Im Oktober 2009 startet der nächste Durchgang.
IT-Management
IT-Manager bewegen sich zunehmend an der Schnittstelle zwischen IT und Management. Immer öfter müssen sie anspruchsvolle betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen unter Einsatz geeigneter IT-Lösungen bearbeiten. Hierzu sind neben fundierten Kenntnissen im IT-Bereich umfassende Managementfähigkeiten nötig. Diese Herausforderungen waren die Motivation für die Initiierung und Weiterentwicklung unseres MBA-Studiengangs "IT-Management" (ITM). Im März 2010 startet der nächste Durchlauf. Der Masterstudiengang ist interessant für berufstätige Betriebswirte, Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler, die sich auf den Fokus "IT-Management" spezialisieren möchten.
Personal- und Organisationsentwicklung
Zusammen mit der Hochschule Deggendorf führt die Hochschule Ingolstadt den berufsbegleitenden MBA-Studiengang "Personal- & Organisationsentwicklung" (PEOE) durch. Dieser richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die sich für die Begleitung und Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen bzw. Organisationen weiter qualifizieren möchten. Dieser Studiengang wird ebenfalls im März 2010 mit dem vierten Durchgang starten.
Ausbildungsplatzbörse 2009
Noch ohne Ausbildungsplatz? Nutze deine Chance auf der Ausbildungsplatzbörse für Schulabgänger 2009!
München, 08.07.2009, Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit München veranstaltet aufgrund der großen Erfolge erneut eine branchenübergreifende Ausbildungsplatzbörse. Jugendliche haben die Gelegenheit, mit Betrieben direkt und persönlich Kontakt aufzunehmen. Wer noch für Herbst 2008 einen Ausbildungsplatz sucht, kann sich mit seinem aktuellen Zwischenzeugnis präsentieren.
Die Veranstaltung findet statt am Samstag, dem 11. Juli 2009, von 9.00 bis 14.00 Uhr, im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit München, Kapuzinerstr. 30.
Im Rahmen dieser Börse bieten mehr als 70 Betriebe ihre konkreten Ausbildungsplätze an, die sich über ein breites berufliches Spektrum erstrecken. Interessierte Jugendliche haben die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erhalten. Außerdem können sie bereits während der Veranstaltung erste Bewerbungsgespräche mit Arbeitgebern und Personalchefs führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Bewerbungsunterlagen (Zeugniskopien, Lebenslauf, Foto) zu dieser Veranstaltung gleich mitzubringen. Wer Schwierigkeiten beim Erstellen aussagefähiger Bewerbungen oder bei der Suche nach passenden Lehrstellen hat, kann sich bei dieser Veranstaltung auch an die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit München wenden, die mit konkreten Tipps weiterhelfen.
Neue Datenbank zur Forschungsleistung in Deutschland
Neue Datenbank zur Forschungsleistung in Deutschland
"Kompetenzzentrum Bibliometrie" hilft, die Leistung von Wissenschaftlern zu bewerten, und wird vom BMBF mit sechs Millionen Euro gefördert
Berlin, 07.07.2009, Wann ist eine Wissenschaftlerin eine gute Wissenschaftlerin? Wenn sie viel publiziert, wenn sie oft zitiert wird? Immer häufiger wird auf sogenannte bibliometrische Kennzahlen zurückgegriffen, um derartige Fragen zu beantworten. Dabei ist durchaus strittig, welche Verfahren und Kennzahlen geeignet sind, um die Leistung eines Wissenschaftlers oder eines Forschungszentrums zu bewerten. Wie ist beispielweise die Publikationsliste einer Physikerin mit der eines Historikers zu vergleichen? Kann die Qualität der Publikation, in der zitiert wurde, in die Bewertung einfließen? Das neu gegründete virtuelle "Kompetenzzentrum Bibliometrie" wird derartige Fragen beantworten. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Projekt mit sechs Millionen Euro gefördert.
Das Kompetenzzentrum erfüllt gleich mehrere Aufgaben: Weltweit stehen nur zwei disziplinübergreifende Datenbanken für bibliometrische Online-Recherchen zur Verfügung. Seit Dezember 2008 hat das Kompetenzzentrum diese Datenbanken lizenziert und baut daraus eine eigene Datenbank auf. Dies ist eine Voraussetzung für die Berechnung spezifischer Indikatoren, die für den jeweiligen Anwendungszweck "passen". Anschließend werden Publikationsdaten deutscher Wissenschaftler von Fehlern bereinigt und ergänzt. Ein weiteres Teilprojekt untersucht, überprüft und erweitert die quantitativen Methoden und Indikatoren, mit denen die Leistung der Wissenschaftler beschrieben werden können. Für die Forschungsgruppe, die diese Fragestellung untersucht, schreibt das Kompetenzzentrum Promotionsstellen aus.
Die Ergebnisse des Kompetenzzentrums sind sowohl für Hochschulen und Forscher als auch für Mittelgeber wie das BMBF interessant. Indikatoren, die die Forschungsleistung messen, sind bei Berufungsverfahren, bei der Aushandlung von Zielvereinbarungen zwischen Bundesland und Hochschule, in Verfahren leistungsorientierter Mittelvergabe, bei Evaluationen von Forschung- und Entwicklungseinrichtungen oder beim Monitoring großer wissenschaftspolitischer Maßnahmen ein wichtiger Faktor. Die Ergebnisse sollen auch dazu beitragen, Stärken und Schwachstellen im deutschen Wissenschaftssystem zu identifizieren.
Das Konsortium wird vom Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) geleitet und arbeitet mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), dem Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) der Universität Bielefeld und dem Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ) zusammen. 2012 soll der Aufbau des Zentrums abgeschlossen sein.
Donnerstag, 2. Juli 2009
Neue Berufe für das beginnende Ausbildungsjahr
Neue Berufe für das beginnende Ausbildungsjahr
Der Beruf Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau ist einer von drei neuen und vier modernisierten Ausbildungsberufen, deren Ausbildungsordnungen zum 1. August 2009 für das neue Schuljahr in Kraft treten. Mit modernen Berufen werden wichtige Voraussetzungen für die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft geschaffen. In der Kultusministerkonferenz wird bei der Gestaltung neuer Rahmenlehrpläne insbesondere darauf geachtet, dass sie breit angelegt sind, um so berufliche Mobilität zu sichern und eine qualifizierte Beschulung in der Nähe des Ausbildungsortes zu ermöglichen.
Neue Ausbildungsberufe:
- Bergbautechnologe/Bergbautechnologin
- Industrieelektriker/Industrieelektrikerin
- Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau
Modernisierte Ausbildungsberufe:
- Fotograf/Fotografin
- Keramiker/Keramikerin
- Musikfachhändler/Musikfachhändlerin
- Technischer Modellbauer/ Technische Modellbauerin
Bisher war es Frauen per Bundesberggesetz untersagt, in dem Beruf Bergmechaniker zu arbeiten. Doch der hohe Mechanisierungsgrad bzw. die teilautomatisierten Arbeitsabläufe in den Bergbaubetrieben machen dies nun in Verbindung mit der Neuordnung des Berufes zum Bergbautechnologen/Bergbautechnologin möglich. Die neue Struktur des Ausbildungsberufes mit den Fachrichtungen Tiefbautechnik und Tiefbohrtechnik berücksichtigt die durch neue Entwicklungen entstandenen neuen Beschäftigungsfelder (z. B. Erdwärme). Durch eine Reduzierung der bisherigen Inhalte der Metallbearbeitung wurde eine Verkürzung der Ausbildungszeit auf drei Jahre möglich.
Um dem Bedarf der Branche, insbesondere von Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, dem Anlagenbau und in Energieversorgungsunternehmen, nach einer qualifizierten Erstausbildung gerecht zu werden, wurde der Beruf Industrieelektriker/Industrieelektrikerin in den Fachrichtungen Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme mit einer Ausbildungsdauer von zwei Jahren geschaffen. Dieser neue Ausbildungsberuf stellt einen Basisberuf für die Berufsgruppe der industriellen Elektroberufe dar. Bei einer Weiterqualifizierung in einem der nach gewählter Fachrichtung dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf wird die zweijährige Ausbildung angerechnet.
Brandbekämpfung, vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz, Rettungsdienst und medizinische Notfallversorgung in großen Unternehmen und Industriewerken sind die Aufgaben des neuen Ausbildungsberufes Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau. Damit ist den Wehrfeuerwehren die Möglichkeit gegeben, selbst auszubilden und damit den eigenen Bedarf an Nachwuchskräften zu sichern. Adressaten für diese breit angelegte dreijährige duale Ausbildung sind Schulabsolventen/-absolventinnen. Demgegenüber stellen die öffentlich-rechtlichen Lehrgänge zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau landesrechtliche Weiterbildungsregelungen mit der Voraussetzung einer abgeschlossen handwerklichen Ausbildung dar.
Aufgrund der rasanten Entwicklung der digitalen Fotographie und Bildbearbeitung war eine Neuordnung der Berufsausbildung zum Fotograf/Fotografin notwendig geworden. Wegen der Diversifizierung der Kundenaufträge, der technischen Entwicklung in der Studioausrüstung sowie Änderungen in Methodik und Technik bei der Auftragsbearbeitung musste die Ausbildungsstruktur angepasst werden. Neu ist die Differenzierung nach den Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie. Somit ist es den auszubildenden Betrieben möglich, die dreijährige Ausbildung genauer an den vorhandenen betrieblichen Schwerpunkt anzupassen. Die Basis in den ersten Jahren der Ausbildung ist aber so breit angelegt, dass die Absolventen und Absolventinnen - egal welchen Schwerpunktes - in nahezu allen Bereichen der Fotografie tätig werden können.
Auch die bestehende Ausbildungsordnung des Keramikers/Keramikerin von 1984 spiegelte nur noch bedingt die betriebliche Wirklichkeit wider. Die überarbeitete Ausbildungsverordnung sieht neben den Pflichtqualifikationen sechs Wahlqualifikationen vor, von denen zwei ausgewählt werden müssen. Vor der Zwischenprüfung stehen die der Wahlqualifikationen „Freidrehen und Abdrehen von Formen“, „Formen, Aufbauen und Modellieren von Baukeramiken“ sowie „Entwerfen und Umsetzen von Dekoren“ zur Auswahl. In der zweiten Hälfte der dreijährigen Ausbildung kann aus den Wahlqualifikationen „Halbmaschinelle Formgebungsverfahren“, „Henkeln und Garnieren“ sowie „Herstellen von Modellen und Formen“ eine gewählt werden. Dabei wurde auch der Rahmenlehrplan für die berufsschulische Ausbildung auf das Lernfeldkonzept der Kultusministerkonferenz umgestellt.
Noch dringender war die Neuordnung der Ausbildung des Musikalienhändlers von 1954. Mit der Veränderung der Berufsbezeichnung zu Musikfachhändler/Musikfachhändlerin wird auch deutlich, dass die Berufsangehörigen nicht nur mit Musikalien, sondern auch mit Musikinstrumenten und Tonträgern handeln. Der modernisierte dreijährige Ausbildungsberuf wurde zusätzlich differenziert und in Form von Wahlqualifikationen strukturiert, indem je nach Schwerpunktsetzung des Ausbildungsbetriebes aus den Wahlqualifikationen „Musikinstrumente“, „Musikalien“ sowie „Tonträger“ eine auszuwählen ist, die dann sechs Monate vertieft vermittelt wird. Auch dieser Rahmenlehrplan für die berufsschulische Ausbildung wurde auf das Lernfeldkonzept der Kultusministerkonferenz umgestellt.
Die technische und strukturelle Entwicklung in der Modellbaubranche ist seit der letztmaligen Regelung der Ordnungsmittel fortgeschritten. Insbesondere spielen 3-D-Darstellungen zwischenzeitlich eine wesentliche Rolle in dieser Branche. Die neugeordnete dreieinhalbjährige Ausbildung zum Technischen Modellbauer/zur Modellbauerin löst die handwerkliche Ausbildung zum Modellbauer/zur Modellbauerin und die industrielle Ausbildung zum Modellbaumechaniker/zur Modellbaumechanikerin ab. Außerdem werden statt bisher zwei Fachrichtungen (Produktions- und Anschauungsmodellbau) künftig die drei Fachrichtungen Gießerei, Karosserie und Produktion sowie Anschauung angeboten.
Mit der fortlaufenden Modernisierung der Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen leisten die Kultusministerien der Länder ihren Beitrag dazu, der deutschen Volkswirtschaft qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Seit dem Jahr 2000 wurden über 170 Rahmenlehrpläne neu entwickelt, darunter Rahmenlehrpläne für über 50 gänzlich neu konzipierte Ausbildungsberufe.
Quelle: http://www.kmk.org
Perspektiven für Geisteswissenschaftler, Ingenieure oder Juristen
Neue Perspektiven für Geisteswissenschaftler, Ingenieure oder Juristen
Durch ein MBA-Studium können Nicht-Ökonomen ihre Fachkompetenz mit Management-Knowhow kombinieren
Für den beruflichen Ein- oder Aufstieg sind sie heute in nahezu allen Branchen unabdingbar: betriebswirtschaftliche Kenntnisse – zusätzlich zur bereits durch ein Studium erworbenen Fachqualifikation als Ingenieur, Mediziner, Natur-, Sozial- oder Geisteswissenschaftler. Der postgraduale Studiengang „Master of Business Administration in General Management“ (MBA) vermittelt Absolventen solcher nichtökonomischen Studiengänge in drei Semestern gezielt betriebswirtschaftliches Grundwissen und Management-Kompetenzen. Zudem ermöglicht der von der renommierten Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditierte und staatlich zugelassene Studiengang den Zugang zur Promotion.
Studieninhalte
"Im Vordergrund des MBA steht die Vermittlung von Wissen und Managementkompetenzen auf universitärem Niveau“, skizziert Studiengangsleiter Professor Dr. Stephan Kaiser die Ausrichtung des Studiengangs und betont: „Im Vergleich zu vielen anderen MBA-Studiengängen zeichnet sich der Studiengang hier an der WHL durch eine breite Palette vielfältiger Vertiefungsoptionen aus.“
In Lahr können die Studierenden zwischen acht Vertiefungsrichtungen wählen - von Auditing & Taxation über Human Resources Management bis zum Quality Management. Mehrere Module wie „International Management“ oder „International Economics“ werden der internationalen Ausrichtung gerecht. "Unsere Absolventen sind auch für internationale Führungsaufgaben bestens gerüstet", so der Studiengangsleiter.
Studienablauf
Durch die Mischung aus Fernstudium, Präsenzphasen und Online-Studium ermöglicht das Studium ein hohes Maß an Flexibilität und ist damit ideal auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten. So bietet es die Möglichkeit, sich in überschaubarer Zeit auf universitärem Niveau weiterzubilden. Insgesamt umfasst der Studiengang 18 Module, darunter ein Planspielmodul sowie die Master-Thesis.
Zulassungsvoraussetzungen
Der erforderliche erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss muss an einer Universität, Fachhoch-schule, Berufsakademie oder äquivalenten Ausbildungsstätte abgelegt worden sein. Für den Aufbau-studiengang für Nichtökonomen sind ferner mindestens 210 ECTS an Vorleistungen erforderlich. Auch eine einschlägige Berufserfahrung zählt zu den Voraussetzungen. Notwendig sind auch adäquate mathematische und statistische Methodenkenntnisse sowie fortgeschrittene englische Sprachkenntnis-se. Gegebenenfalls sind fehlende Kenntnisse durch ein vorgeschaltetes Propädeutikum zu erwerben. Zudem müssen die potenziellen Studierenden mittels eines „Letter of Motivation“ ihr besonderes Interesse an dem Studiengang begründen.
Kompaktstudium „Management“
Interessenten, die sich noch nicht für das komplette MBA-Studium entscheiden wollen, können sich zunächst für das Kompaktstudium „Management“ einschreiben. Dieses dauert acht Monate und kann später komplett auf den Master of Business Administration angerechnet werden.
Eine Immatrikulation für beide Angebote ist jederzeit möglich.
Broschüre "Zukunftsinitiative Exzellentes Thüringen" erschienen
Broschüre "Zukunftsinitiative Exzellentes Thüringen" erschienen
Müller: "Nachhaltiger Beitrag zur bestmöglichen Entwicklung des Freistaats"
Erfurt, 02.07.2009, Das Thüringer Kultusministerium hat die Broschüre "Zukunftsinitiative Exzellentes Thüringen" veröffentlicht. Darin enthalten sind alle Maßnahmen zur Förderung von Bildung, Forschung, Innovation und Nachwuchsförderung im Hochschul- und Wissenschaftsbereich. Damit sichere die Landesregierung die Zukunftsfähigkeit Thüringens und trage nachhaltig zur weiteren bestmöglichen Entwicklung bei, erklärte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU).
Minister Müller dazu: "Im Rahmen der Zukunftsinitiative investiert die Landesregierung in den Jahren 2008 bis 2011 rund 2,8 Milliarden Euro in Hochschulen, Forschung und Innovation. Dieses ressortübergreifende Investitionspaket fördert und unterstützt maßgeblich die wissenschaftliche und wirtschaftliche Zukunftskraft des Freistaats. Die Aktivitäten und Maßnahmen reichen dabei von der Hochschulforschung über die außeruniversitären Forschungseinrichtungen bis hin zur wirtschaftsnahen Technologie- und Entwicklungsförderung. Sie zielen auf Innovationsstärke und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, stärken damit die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen und befördern die Neugründung von Unternehmen."
Den umfangreichsten Baustein stellt der Thüringer Hochschulpakt II einschließlich Hochschulbau und Hochschulpakt 2020 mit insgesamt 1,76 Milliarden Euro bis 2011 dar. Neben umfassender finanzieller Planungssicherheit erhalten die Hochschulen des Landes durch Budgetierung ihrer Haushalte noch mehr Flexibilität bei der Mittelbewirtschaftung. Zusammen mit dem bereits 2007 novellierten Thüringer Hochschulgesetz verfügen sie damit über umfassende Handlungsfreiheiten und größtmögliche Planungssicherheit.
Das neue Landesprogramm "ProExzellenz" bündelt bedeutende Maßnahmen zur Stärkung der Bereiche Forschung, Innovation, Nachwuchs und Lehre. Die Thüringer Landesregierung unterstützt damit insbesondere herausragende Forschungsvorhaben, die Förderung von Spitzenclustern, den wissenschaftlichen Nachwuchs, die akademische Förderung von Frauen, den Fachkräftenachwuchs und den Personalaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Die strategische Planungs- und Entscheidungsgrundlage aller Maßnahmen innerhalb der Zukunftsinitiative bildet die Thüringer Forschungsstrategie. Sie identifiziert die herausragenden Forschungsschwerpunkte, betont die Stärken der Thüringer Forschungslandschaft und zeigt besondere Vernetzungspotenziale auf.
Die Thüringer Lehrstrategie macht den herausragenden Wert exzellenter Lehre an den Hochschulen sichtbar. Sie soll wesentlich zur Attraktivität des Studienstandorts Thüringen und zur Erreichung der Ziele des Hochschulpakts 2020 zwischen Bund und Ländern beitragen.
Die Publikation steht im Internet unter www.thueringer-kultusministerium.de zum Download bereit. Sie kann dort zudem kostenlos in der Rubrik "Info-Material" bestellt werden.
Mittwoch, 1. Juli 2009
Pressemeldung:Studium und Berufstätigkeit verbinden - Praxisorientierte Studiengänge für Berufstätige
München, 30. Juni 2009
Studium und Berufstätigkeit verbinden - Praxisorientierte Studiengänge für Berufstätige
Neuer Start des berufsbegleitenden Masterstudienganges „Sozialmanagement“ im Oktober 2009 Zum Wintersemester 2009/2010 startet ein neuer Durchgang des schon mehrfach erfolgreich durchgeführten, berufsbegleitenden Masterstudienganges Sozialmanagement in der Bayerischen Akademie für Management und Technik an der Hochschule München. Der fünfsemestrige Master wird als Weiterbildungsstudiengang in Form eines Fernstudiums mit Präsenzphasen angeboten. Der Studienaufbau ermöglicht ein berufsbegleitendes Studium. Zielgruppe des Angebots sind berufserfahrene Personen mit Hochschulabschluss, die sich auf Leitungs- und Führungsaufgaben vorbereiten wollen oder diese in Dienstleistungsorganisationen der Sozialwirtschaft bereits ausüben.
Studiengangsleiterin Prof. Dr. Reinhilde Beck beschreibt den Stellenwert des Masterstudiums für die berufliche Qualifikation: „Wer heute eine Leitungsfunktion in sozialen Unternehmen und Einrichtungen anstrebt, sollte sich nicht nur fragen, ob ihm ein Masterabschluss etwas bringt. Er sollte auch realisieren, dass er in Konkurrenz stehen wird mit der zunehmenden Zahl derer, die bereits eine einschlägige Qualifikation erworben haben.“ Der akkreditierte Studiengang schließt mit dem akademischen Grad „Master of Social Management (M.S.M.)“ ab.
Inhalte der sechs Mastermodule:
- Grundlagen des Sozialmanagements
- Rechtliche Grundlagen
- Betriebswirtschaftliche Grundlagen des Sozialmanagements
- Management des Organisationswandels
- Personal-, Qualitäts- und Ressourcenmanagement
- Sozialplanung, Strategie, Marketing, Existenzgründung
Die Anmeldefrist ist verlängert worden! Die Anmeldung kann noch bis zum 15. Juli 2009 bei der Hochschule München vorgenommen werden.
Ansprechpartnerin:
Dr. Luitgard Stumpf
Bayerische Akademie für Management und Technik gemeinnützige GmbH (BAMT)
Schwanthalerstraße 18
80336 München
Telefon: 089 54851-153
Telefax: 089 54851-250
E-Mail: stumpf.luitgard@bavarianacademy.com
